Montag, 16. April 2012

2061 - Eine Prognose für Europa

Zur Abwechslung an dieser Stelle mal etwas Anderes, in diesem Falle ungedichtetes. Es handelt sich hierbei um eine Klausurantwort, die ich letztes Jahr in Politikwissenschaften auch so schrieb und abgab.

Nachdem 2013 eine grundlegene Reform zur Stabilisierung der Finanzmärkte und Umschuldung der betroffenen Staaten zu einem Konflikt zwischen Frankreich und Deutschland führte, dies daher, da Sarkozy 2012 die Wahl gegen den Sozialisten Hollande knapp verlor und Deutschland, noch unter Merkels Fuchtel, nicht bereit ist seine eigene Haushaltskonsolidierung zu riskieren, herrscht ersteinmal politische Eiszeit in Europa.
In der Zwischenzeit übernehmen China, Indien und Brasilien den Weltmarkt vollends, wohingegen die USA und die EU immer mehr an Bedeutung und Einfluss verlieren. Da Chinesische Investoren nach und nach eh rund 89% des Kontinents und seiner Betriebe aufgekauft haben, verkommt das Experiment "Europäische Union" mehr und mehr zur Farce. 2030 wird das komplette Vertragswerk für nichtig erklärt, die Währungsunion wieder aufgelöst und die Einzelstaaten dümpeln fortan einzeln vor sich hin. Tatsächlich gelingt es Deutschland, aufgrund seiner guten Kontakte nach Peking, eine Exportniesche für Luxusgüter zu besetzen und nun die millionenschwere neue Chinesische und Indische Mittelschicht mit Qualitätsware zu überfluten. Aufgrund dessen schafft es Deutschland als eines der wenigen Ex-EU-Länder noch halbwegs am Weltgeschehen teilzuhaben. Der immense Exportüberschuss führt zu einem dekandentem Wohlstand, der es seinerseits der nächsten Generation ermöglicht gut aufzuwachsen und eines der bis dahin besten Bildungssysteme der Welt zu genießen. Dies nur, da Deutschland nach dem Kollaps der EU beschloss (dank der 2028 gewählten Rot-Rot-Piratenkoalition) das Schulwesen grundlegend zu reformieren um der Welt zukünftig wieder die besten Fachkräfte vorauszuhaben.
Bis 2050 scheint alles gut zu gehen, doch dann passierte es! Die Amerikaner greifen in einem Akt der Verzweiflung Mexiko an, da sie sich vom Schutzzaun, den die Mexikaner errichteten um sich vor der Flut Amerikanischer Wirtschaftsflüchtlinge zu schützen, provoziert fühlten. Mexiko hat jedoch ein Bündnis mit Brasilien und der VR China, was zur völligen Eskalation führt. Als die Chinesische Volksarmee vor den Toren Washingtons steht, kein halbes Jahr nach dem D-Day an der Küste Kaliforniens, drückt die Präsidentin auf den roten Knopf und aktiviert Dr. Seltsams Weltvernichtungsbombe, die die USA noch aus den Restbeständen des Kalten Krieges über haben.

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